Ein klassisches Repertoire gegen Schottisch (Januar 2018)
GM Evgeny Postny nicht gekauft

  • 1.  Einführung und Vorschau frei
  • 2.  Kapitel 1: 5.Sf5 geschlossen
  • 3.  Kapitel 2: 5.Sb3 geschlossen
  • 4.  Kapitel 3: 5.Sxc6 Df6 6.Dd2 geschlossen
  • 5.  Kapitel 4: 6.Df3 dxc6 7.Lc4 geschlossen
  • 6.  Kapitel 5: 7.Sc3 geschlossen
  • 7.  Kapitel 6: 5.Le3 Df6 6.c3 geschlossen
  • 8.  Kapitel 7: 7.g3 geschlossen
  • 9.  Kapitel 8: 7.Lc4 Se5 8.Lb3 geschlossen
  • 10.  Kapitel 9: 8.Le2 geschlossen
  • 11.  Schottisch Lernhilfen geschlossen
  • 19.90 EUR


     Ein klassisches Repertoire gegen Schottisch

     

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    Einführung in die Repertoiredatenbank und Vorwort des Autors

     

    Aufgrund der Schwierigkeiten von Weiß, einen Vorteil gegen die Berliner Variante im Spanier zu erzielen, suchen immer mehr Spieler nach Alternativen, um dynamische und weniger erforschte Stellungen zu erreichen. Eine dieser Alternativen ist die Schottische Eröffnung, und so namhafte Großmeister wie Maxime Vachier-Lagrave, Ian Nepomniatchi, Alexander Morozevich und der legendäre Garry Kasparov haben sie in vielen Partien erprobt, und dabei gute Ergebnisse erziehlt.

    Ziel dieser Datenbank ist, den Nutzer mit einem soliden Repertoire gegen Schottisch auszustatten, das auf jedem Level erfolgreich angewandt werden kann.

     

    Nach den Zügen 1.e4 e5 2.Sf3 Sc6 3.d4 exd4 4.Sxd4

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    ist die Startposition der Schottischen Eröffnung entstanden. Weiß hat mit seinem Bauernvorstoß im dritten Zug früh das Zentrum geöffnet. Damit unterscheidet sich der Charakter der Stellung bereits stark von der Spanischen Eröffnung, die oftmals geschlossene Strukturen hervorbringt, oder der Italienischen, mit ihren meist ruhigen und soliden Abspielen. Schwarz hat im Wesentlichen zwei Züge, mit denen er die weiße Dominanz im Zentrum anfechten kann. Eine dieser Hauptvarianten beginnt damit, den Bauern e4 mit 4...Sf6 anzugreifen. Die andere, die ich in diesem Repertoire empfehle, wird mit dem Zug 4...Lc5 eingeleitet.

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    Mit Tempo eine Figur zu entwickeln ist in der Regel eine gute Idee, und diese Stellung ist keine Ausnahme. Nach 4...Lc5 hat Schwarz leichten Entwicklungsvorsprung. Allerdings verfügt Weiß über mehr Raum. Nach abgeschlossener Entwicklung könnte das ein wichtiger Faktor zu seinen Gunsten werden. Deshalb muss Schwarz versuchen, früh Gegenspiel zu organisieren, und seinen Gegner am Erreichen einer harmonischen Stellung zu hindern. Ein wichtiges Angriffsziel ist dabei der Bauer e4.

     

    Mit dieser Datenbank möchten wir Sie gegen alle relevanten Züge von Weiß mit Varianten ausrüsten, die qualitativ hochwertig, gleichzeitig aber kompakt, und theoretisch nicht zu sehr beladen ist.

     

    1) Weiß spielt 5.Sf5?!

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    Damit greift Weiß sofort den ungeschützten Bauern g7 an, vernachlässigt aber seine Entwicklung. Schwarz sollte nun von seinem Entwicklungsvorsprung Gebrauch machen, und sofort mit 5...d5! im Zentrum kontern. Dabei verliert er sein Rochaderecht, aber erhält dafür sehr gefährliches Gegenspiel. Diese Variante wird in Kapitel 1 untersucht.

    2) Weiß spielt 5.Sb3

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    Dieser Zug war lange Zeit eine eher unbedeutende Nebenvariante. Seit Beginn des 21. Jahrhunderts wurde sie jedoch mehrfach von starken Großmeistern mit Erfolg angewandt. Meiner Ansicht nach muss Schwarz hier aggressiv spielen, um eine vollwertige Stellung zu erreichen.

     

    Die Hauptvariante ist 5...Lb6 6.Sc3 Sf6 7.De2

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    Das sieht unschön aus, aber tatsächlich hat Weiß einen sehr ehrgeizigen Plan. Mit dem Damenzug bereitet er die lange Rochade vor. Wenn die Könige auf verschiedenen Seiten des Brettes stehen, führt das in der Regel zu einem scharfen Partieverlauf, in dem beide Seiten ihre Bauern gegen den gegnerischen König vorrücken können, ohne dadurch den eigenen zu schwächen. Untersucht wird auch 6.De2, was allerdings in der Regel zu Zugumstellung führen sollte.

    Meine Empfehlung ist, in der Diagrammstellung mit 7...a5 sofort gegen den weißen Springer b3 zu spielen. Die Analysen zeigen, dass Schwarz keine Probleme hat. Diese Variante ist Thema von Kapitel 2.

    3) Weiß spielt 5.Sxc6 - Einführung

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    Bei dem Schlagen auf c6 handelt es sich um die am zweithäufigsten gespielte Fortsetzung. Wenn Schwarz jetzt sofort mit dem d-Bauern zurückschlägt, verliert er nach Damentausch das Rochaderecht, und erhält zudem eine schlechte Bauernstruktur. Der beste Zug ist daher 5...Qf6.

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    Schwarz droht Matt, um in der Folge unter günstigeren Umständen mit dem d-Bauern zurückzuschlagen. Die Damen bleiben auf dem Brett, und die Diagonale seines weißfeldrigen Läufers öffnet sich, was eine schnelle Figurenentwicklung begünstigt.

    Hier hat Weiß die Wahl. Die aussichtsreichste Fortsetzung ist 6.Df3. Gelegentlich werden aber auch andere Züge gespielt: 6.f4, 6.De2 und 6.Dd2. Kapitel 3 befasst sich mit diesen drei eher harmlosen Alternativen.

     

    4) Weiß spielt 5.Sxc6 Df6 6.Df3 dxc6 7.Lc4

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    Weiß entwickelt seinen Läufer auf ein aktives Feld, und lässt darüber hinaus alle Optionen offen. Hier empfehle ich den seltenen Zug 7...De7, der das Feld f6 für den Springer räumt. In der Regel rochiert Schwarz lang und entwickelt den weißfeldrigen Läufer nach e6. Meine Analysen zeigen, dass Schwarz in der Folge keine Probleme hat. Dies ist, zusammen mit den beiden eher unbedeutenden Nebenvarianten 7.Dxf6 und 7.Sd2, Gegenstand von Kapitel 4.

     

    5) Weiß spielt 5.Sxc6 Df6 6.Df3 dxc6 7.Sc3

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    Das ist in der Variante 5.Sxc6 das wichtigste Abspiel. Weiß beeilt sich nicht mit der Entwicklung seines weißfeldrigen Läufers. Stattdessen unterbricht er den Angriff der Dame auf den Bauern b2, und bereitet damit die Entwicklung seines schwarzfeldrigen Läufers vor. Meist geht dieser nach e3, um den Läufer c5 zu neutralisieren. Meine Empfehlung ist 7...Le6.

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    Das ist das ideale Feld für diesen Läufer. Schwarz steht nun zur langen Rochade bereit. Der Springer g8 bleibt vorläufig auf seinem Ausgangsfeld, und verhindert, dass Weiß unter für ihn günstigen Umständen die Damen tauschen kann.

     

    Aus meiner Sicht stellt 8.a3, ein Zug der gerne vom starken GM Ian Nepomniachtchi angewandt wird, Schwarz vor die größten Probleme. Die Idee ist einfach: Schwarz plant, mit 9.Le3 fortzusetzen, und hindert Schwarz daran, mit 9...Lb4 zu antworten. Meine Analyse zeigt, dass Schwarz mit 8...0-0-0 9.Le3 De5 ausreichendes Gegenspiel erzeugen kann. Der Zug 8.a3, sowie die weniger gefährlichen Alternativen 8.Le3 und 8.Dg3, werden in Kapitel 5 untersucht.

    6) Weiß spielt 5.Le3 - Einführung

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    In positioneller Hinsicht ist das der logische Zug. Die Idee ist, den Springer so lange wie möglich im Zentrum zu halten. Wenn er die Zeit dazu hat, möchte Weiß gerne mit Sc3, Le2, 0-0 und früher oder später f2-f4 fortsetzen. Um zu verhindern, dass Weiß zu so einer harmonischen Entwicklung mit Raumvorteil kommt, sollte Schwarz sofort Gegenmaßnahmen ergreifen. Der beste Zug ist nun 5...Df6.

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    Normalerweise ist es nicht ratsam, die Dame so früh in der Eröffnung zu entwickeln. Allerdings verfolgt 5...Qf6 einen konkreten Plan: Indem er den Springer angreift, möchte Schwarz c2-c3 provozieren. Danach kann der weiße Springer dieses Feld nicht mehr besetzen, und er wird es in der Folge leichter haben, d7-d5 durchzusetzen. Allerdings muss dem Schwarzspieler auch klar sein: Wenn es Weiß gelingt, seine Entwicklung geordnet zu beenden, wird die Dame auf f6 angreifbar sein. Schwarz ist also angehalten, weiterhin sehr konkret und aktiv zu spielen, um so viel Kapital wie möglich aus seinem leichten Entwicklungsvorsprung zu schlagen. Es ist wichtig, sich zu verdeutlichen, dass Entwicklungsvorteile immer nur vorläufig sind, und daher (anders als zum Beispiel Strukturvorteile) sofort genutzt werden müssen.

     

    Eine der wichtigsten Stellungen der ganzen Variante entsteht nach den Zügen 6.c3 Sge7.

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    Schwarz hat etwas Entwicklungsvorsprung, aber Weiß hofft, diesen bald neutralisieren, und dann noch mehr Raum im Zentrum gewinnen zu können. Schwarz strebt dagegen einen schnellen Vorstoß im Zentrum mit d7-d5 an.

    Hier stehen Weiß viele Züge zur Auswahl. Die wichtigsten Fortsetzungen sind 7.g3 und 7.Lc4. Kapitel 6 befasst sich mit den Nebenvarianten 7.f4, 7.Dd2, 7.Lb5, 7.Le2 und 7.Sc2, sowie einer Alternative für Weiß einen Zug zuvor, 6.Sb5. Aus meinen Analysen geht hervor, dass diese Optionen Schwarz vor keine ernsthaften Probleme stellen.

     

    7) Weiß spielt 7.g3

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    Eine durchaus logische Idee: Indem er den Läufer fianchettiert, erschwert Weiß den Vorstoß d7-d5. Später könnte er mit f2-f4 und e4-e5 Raum gewinnen. Schwarz sollte Weiß sofort bei der Ausführung dieses Plans stören.

    Meine Empfehlung ist, 7...d5 zu spielen, bevor der gegnerische Läufer das Feld kontrolliert. Dies führt zu offenen Stellungen, in denen Weiß in der Regel versucht, die etwas exponierte Position der schwarzen Dame auszunutzen. Trotzdem zeigen Theorie und Praxis, dass Schwarz seine Eröffnungsprobleme in allen Varianten lösen kann. Analysiert wird diese Variante in Kapitel 7.

     

    8) Weiß spielt 7.Lc4 Se5 8.Lb3

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    Mit 8.Lb3 versucht Weiß, den Vorstoß d7-d5 zu verhindern. Allerdings funktioniert dieses Konzept taktisch nicht. Schwarz kann ausnutzen, dass sich der Läufer vom Königsflügel entfernt hat: 8...Dg6 9.0-0 d5!

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    Auch der weiße Läufer auf der Diagonale a2-g8 kann diesen Vorstoß nicht verhindern. Wichtig ist hierbei die Gegenüberstellung von Dame und König auf der g-Linie. Aus den weiteren Analysen geht hervor, dass es Weiß ist, der sehr genau spielen muss, um ein ausgeglichenes Endspiel zu erreichen. Diese Variante wird ausführlich in Kapitel 8 untersucht.

     

    9) Weiß spielt 7.Lc4 Se5 Le2

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    Das ist die Hauptvariante. Weiß macht einen Schritt zurück, und hofft dabei, später auf den Springer e5 ein Tempo gewinnen zu können. Allerdings sorgt dieser Springer solange für viele dynamische Möglichkeiten.

    Hier empfehle ich den soliden Zug 8...d6. Schwarz öffnet die Diagonale seines Läufers c8, und ermöglicht damit, 9.f4 mit 9...Sg4 zu beantworten. Die weiße Hauptfortsetzung ist daher 9.0-0. Meine Analysen zeigen, dass Schwarz nach dem genauen Zug 9...Dg6 ohne große Schwierigkeiten ausgleicht. Diese Variante wird in Kapitel 9 behandelt.



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