Ein Großmeisterrepertoire gegen die Slawische Verteidigung - Teil 3: Chebanenko-Variante (Januar 2018)
GM Davorin Kuljasevic nicht gekauft

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  • 4.  Kapitel 1: 5...Bf5, 6...b5 geschlossen
  • 5.  Kapitel 2: 5...Lf5, 6...Ta7 geschlossen
  • 6.  Kapitel 3: Andere 5. Züge geschlossen
  • 7.  Kapitel 4: 6...Lf5 geschlossen
  • 8.  Kapitel 5: 6...Lg4, 7...Sbd7 geschlossen
  • 9.  Kapitel 6: Andere 8. Züge geschlossen
  • 10.  Kapitel 7: 7...e6, 10...Lb4 geschlossen
  • 11.  Kapitel 8: 7...e6, 10...Sfd7 geschlossen
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    Ein Großmeisterrepertoire gegen die Slawische Verteidigung - Teil 3: Chebanenko-Variante

     

    Die Chebanenko-Variante der Slawischen Verteidigung hat in den letzten Jahren deutlich an Popularität gewonnen, und stellt heute eine wichtige Alternative zu den beiden älteren Slawisch-Systemen dar, die in Teil 1 und 2 besprochen wurde. Mit dem Zug seines Randbauern versucht Schwarz, das Problem seines weißfeldrigen Läufers auf subtile Weise zu lösen. Mit der vorliegenden Datenbank stellt GM Davorin Kuljasevic ein auf jedem Niveau wirksames Repertoire gegen die Chebanenko-Variante vor.

     

    1.d4 d5 2.c4 c6 3.Sf3 Sf6 4.Sc3 a6

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    Mit diesem kleinen Zug leitet Schwarz die Chebanenko-Variante der Slawischen Verteidigung ein. Anfängern bringt man bei, so schnell wie möglich mit ihren Bauern und Figuren Einfluss aufs Zentrum zu nehmen. Was kann also einen solch unscheinbaren Zug des Randbauerns rechtfertigen? Zunächst einmal muss man verstehen, dass Schwarz seinen weißfeldrigen Läufer nach f5 entwickeln möchte. Dies scheitert aber an der Schwäche des Bauern b7: Auf 4...Lf5 5.cxd5 cxd5 folgt 6.Db3, und Schwarz hat nichts besseres, als den Läufer nach c8 zurückzuziehen. In der Halbslawischen Verteidigung spielt Schwarz 4...e6, und verzichtet damit auf eine Aktivierung des Läufers außerhalb der Bauernkette. In der Klassischen Slawischen Verteidigung löst er das Problem, indem er auf c4 nimmt, und anschließend den Läufer entwickelt. Damit gibt er allerdings die Kontrolle des Zentralfeldes e4 auf, und Weiß erhält die Möglichkeit, im Zentrum Raum zu gewinnen.

    Wenn Schwarz aber die Bauernstruktur im Zentrum intakt halten und den Läufer nach f5 oder g4 entwickeln möchte, ist die Chebanenko-Variante das Mittel der Wahl. Der Zug 4...a6 ermöglicht Schwarz, auf zweierlei Arten das Problem des schwachen Bauern b7 zu lösen: Er kann ihn entweder aktiv mit dem Bauernvorstoß b7-b5 verteidigen, oder mit dem bescheideneren und etwas ungewöhnlichen Zug Ta7!?. In den folgenden Kapiteln werde ich für beide Methoden viele Beispiele zeigen. Es sollte auch nicht unerwähnt bleiben, dass a7-a6 in der Slawischen Verteidigung grundsätzlich ein nützlicher Zug ist, besonders in Verbindung mit der Idee dxc4 und b7-b5.

     

    Gegen die Chebanenko-Variante stehen Weiß viele Optionen zur Auswahl. Am konseDuentesten erscheint 5.c5, da Schwarz mit dem vorhergegangenen Zug seine Kontrolle über das Feld b6 geschwächt hat. Allerdings bin ich persönlich kein Freund davon, die Struktur so früh festlegen, und ziehe es vor, sie wenn möglich flexibel zu halten. Objektiv dürfte 5.c5 allerdings nicht weniger stark als meine Repertoireempfehlung 5.e3 sein.

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    Weiß strebt ein einfaches Entwicklungsschema an, ähnlich wie ich es auch gegen Halbslawisch empfehle. Schwarz stehen nun verschiedene Züge zur Auswahl. Das populäre 5...e6 wird in Die Slawische Verteidigung von Davorin Kuljasevic - Teil 2: Halbslawisch analysiert.

     

    Zunächst befasse ich mich mit der kritischen Fortsetzung 5...Lf5.

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    Schwarz vertraut darauf, dass durch die zusätzlichen Ressourcen, die durch das Vorgehen seines Randbauern geschaffen wurden, die Entwicklung seines Läufers außerhalb der Bauernkette möglich wird. Die ersten beiden Kapitel zeigen aber, dass nach 6.Db3 der Zug a7-a6 das Problem des Bauern b7 zwar mindert, aber noch nicht vollständig löst.

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    Schwarz kann nun den Bauern auf zwei verschiedene Arten verteidigen: 6...b5 und 6...Ta7.

    In Kapitel 1 weise ich nach, dass die Stellung nach 6...b5 7.cxd5 cxd5 8.a4 b4! 9.Dxb4 Sc6 10.Dc5 Sa5 11.Lxa6! Txa6 12.Db5 Tc6 13.Se5 vorteilhaft für Weiß ist.

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    Kapitel 2 befasst sich mit der Variante 6...Ta7.

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    Schwarz deckt den Bauern b7 auf ungewöhnliche Weise. Dabei vermeidet er es, wie in Kapitel 1 seine Bauernstruktur zu schwächen. Andererseits steht der Turm auf a7 etwas ungünstig. Ich empfehle hier 7.Sh4.

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    Dieser Zug hat zuletzt an Popularität gewonnen. Der Läufer wird getauscht, oder von der Diagonale b1-h7 vertrieben. Meine Analysen in Kapitel 2 zeigen, dass es Schwarz in der Folge nicht gelingt, völlig auszugleichen.

    Schwarz hat einige seltenere Alternativen wie Kamskys 5...g6, und 5...Lg4 6.Db3 Ta7 7.Se5. Diese werden in Kapitel 3 untersucht. Die folgenden Kapitel widmen sich der Hauptfortsetzung 5...b5.

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    Mit diesem Zug entkräftet Schwarz sämtliche Db3-Ideen. Andererseits erzeugt er aber auch mögliche Schwächen am Damenflügel, insbesondere auf den Feldern c6 und c5. Dies kann sich Weiß in einigen Varianten zunutze machen.

     

    Nun empfehle ich, mit dem flexiblen Zug 6.b3 die Spannung aufrechtzuerhalten.

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    Der wichtigste Zug ist nun die Fesselung des Springers mit 6...Lg4. In Kapitel 4 befasse ich mich aber zunächst mit der Alternative 6...Lf5.

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    Dieser Zug ist eine weniger populäre, aber durchaus spielbare Alternative zu 6...Lg4. Anstelle des nun meistgespielten 7.Ld3 empfehle ich nun ein mehr aggressiveres Vorgehen mit 7.Se5. Eine wichtige Pointe liegt in der starken Neuerung 7...h6 8.Ld3 Lxd3 9.Sxd3!N begründet.

    Diese Option stellt den Hauptunterschied zu 7.Ld3 dar, wonach Weiß gezwungen ist, mit der Dame wiederzunehmen. Auf den ersten Blick mag das Schlagen mit dem Springer seltsam aussehen, aber tatsächlich hat es viele Vorteile. Indem der Springer die Felder c5 und e5 kontrolliert, schränkt er die aktiven Möglichkeiten des Schwarzen stark ein.

     

    Nach dem Hauptzug 6...Lg4 setzt Weiß mit 7.Le2 seine Entwicklung fort.

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    Schwarz hat nun zwei Möglichkeiten. Er kann mit 7...Sbd7 frühzeitig Kontrolle auf das Feld e5 ausüben. Hier empfehle ich die folgende Fortsetzung: 8.h3 Lh5 9.g4 Lg6 10.Se5 Sxe5 11.dxe5

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    Diese sehr scharfe und konkrete Stellung wird in Kapitel 5 untersucht.

     

    Die Hauptvariante ist 7...e6 8.h3.

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    Die prinzipielle Fortsetzung ist nun, den Läufer mit 8...Lh5 zu behalten. Um die folgenden Komplikationen zu meiden, kann Schwarz natürlich auch auf f3 tauschen. Nach 8...Lxf3 9.Lxf3 Sbd7 10.0-0

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    ist eine typische Slawisch-Stellung entstanden, in der Weiß dank des Läuferpaars die etwas besseren Chancen hat. Wie Weiß diesen am besten ausbaut, zeige ich in Kapitel 6.

     

    Nach dem Rückzug 8...Lf5 setzt Weiß wie in der Hauptvariante mit 9.g4 fort, und Schwarz hat nichts besseres, als mit 9...Lg6 Zugumstellung zu akzeptieren.

     

    Nach 8...Lh5 9.g4 Lg6 10.Se5 entsteht eine Stellung, die eröffnungstheoretisch für die Bewertung der Chebanenko-Variante von größter Bedeutung ist.

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    Weiß wird mindestens das Läuferpaar gewinnen, aber er droht auch, den Läufer g6 mit h4-h5 zu fangen. Schwarz kann auf verschiedene Weise versuchen, die weißen Absichten zu durchkreuzen. In Kapitel 7 analysiere ich die Züge 10...Lb4, 10...Se4 und 10...Lxc4.

     

    Die Hauptfortsetzung aber ist das solide 10...Sfd7 11.Sxg6 hxg6.

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    Es ist nicht leicht, einen weißen Vorteil nachzuweisen, da Schwarz sehr solide steht, und keine größeren Schwächen hat. Diese Stellung wird ausführlich in Kapitel 8 behandelt, mit Schwerpunkt auf dem seltenen, aber sehr interessanten und aussichtsreichen Plan Kf1!?-g2.

     

    Beispielpartie

     



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